Worum geht es?
Kauf mich!
Als der kleine Johann spurlos verschwindet, ändert sich das Leben seiner Eltern radikal. Robert, der Vater, verlässt sich auf die Polizeit, Marie, die Mutter, hat Angst, dass es den Kriminalbeamten mehr um die Ergreifung des Entführers als um das Leben ihres Kindes geht. Und dann hängt eines Tages eine Tüte an ihrem Fahrrad. Darin das Handy ihres Sohnes. Marie beginnt, sich heimlich mit dem Entführer zu treffen. Sie fleht ihn an. Er lässt sie zappeln. Dann bricht der Kontakt ab. Bis Marie durch Zufall die Identität des Täters herausfindet. Das Spiel beginnt von vorne. (Quelle: Verlagsangaben, Klappentext)
Nun, ich kann nicht viel zu diesem Buch sagen, außer, dass Geschmäcker wohl verschieden sind und dass es auch in der Literatur das ein oder andere schwarze Schaf geben muss.
Nachdem ich den Klappentext zu diesem Buch gelesen hatte, war ich ungeheuer neugierig. Vor allen Dingen die Tatsache, dass die Mutter des entführten Johann mit dem Täter in Kontakt tritt habe ich mir wirklich spannend vorgestellt!
Die Realität sah leider anders aus. Bis zur Hälfte des Buches hatte ich noch die Hoffnung, dass irgendwann noch der Dreh kommen würde, dass etwas passieren würde, das mich an die Seiten fesseln würde. Dass mir irgendwann die Spannung im Nacken sitzen würde - zumal das Buch ja als Psychothriller betitelt wird. Aber leider muss ich festhalten, dass das einzige, was mich dazu bewogen hat, das Buch zuende zu lesen, die Tatsache war, dass das Ganze doch ein wenig undurchsichtig war und ich wissen wollte, ob meine Theorie am Ende aufgehen würde.
Der Schreibstil des Buches ist eigentlich gar nicht mal so schlecht. Ich habe schon Thriller gelesen, da scheiterte alles daran, dass der Autor ZU sehr um Spannungsaufbau und "gruselige Sprache" bemüht war. Das Problem ist für mich vielmehr, dass das Ganze zu unausgereift, zu undurchdacht wirkt. Selbst die Figuren kamen mir zu weich gezeichnet vor. Sie wurden alle irgendwie nur angekratzt - und gerade bei einer solchen Geschichte hätte ich mir bei den Charakteren, zumindest aber doch (in diesem Fall) bei den Eltern und dem Täter mehr Tiefgang gewünscht.
Fazit:
Ich gebe einem Buch nur ungern eine "schlechte" Bewertung. Aber gleichzeitig stellt sich mir auch die Frage: Hat irgendjemand etwas davon, wenn ich meinen Eindruck beschönige, nur um niemandem auf die Füße zu treten? Die Antwort lautet wohl: nein.
Nicht alles an diesem Buch war "schlecht". In meinen Augen ist nur die Idee, die wirklich interessant und vielversprechend ist, viel zu schwach ausgearbeitet worden, sodass einfach leider keine Spannung aufkommt und die Geschehnisse mehr vor sich hin plätschern.


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