Worum geht es?
Wenn Mann und Frau sich das Leben teilen, ist das ja schon schwierig. Aber wenn Mann und Frau sich auch noch ein und denselben Körper teilen müssen, ist das Chaos perfekt!
Die liebeskranke Rosa wird per Hypnose in ein früheres Leben versetzt. In den Körper eines Mannes, der sich gerade duelliert: William Shakespeare. Wir schreiben das Jahr 1594, und Rosa darf erst wieder zurück in die Gegenwart, wenn sie herausgefunden hat, was die wahre Liebe ist. Keine einfache Aufgabe: Sie muss sich als Mann im London des 16. Jahrhunderts nicht nur mit liebestollen Verehrerinnen rumschlagen, sondern auch mit Shakespeare selber, der nicht begeistert ist, dass eine Frau seinen Körper kontrolliert. Und während sich die beiden in ihrem gemeinsamen Körper kabbeln, entwickelt sich zwischen ihnen die merkwürdigste Lovestory der Weltgeschichte. (Quelle: Verlagsangaben, Klappentext)
Vor einigen Jahren habe ich im Urlaub gemeinsam mit einer Freundin "Mieses Karma" gelesen - und habe noch nie so sehr gelacht, wie bei dieser gemeinsamen Lektüre. Ich muss immernoch schmunzeln, wenn ich daran denke, wie wir uns das Buch gegenseitig vorgelesen haben und oftmal vor Lachen Tränen in den Augen hatten und nicht weiterlesen konnten. Völlig begeistert habe ich mir dann "Jesus liebt mich" und "Plötzlich Shakespeare" gekauft, in der Hoffnung, dass mich diese beiden Bücher auch so wunderbar unterhalten würden. Von "Jesus liebt mich" weiß ich heute nur noch, dass ich es ganz nett fand. Es hat mich aber irgendwie ein wenig entmutigt und so stand "Plötzlich Shakespeare" nun fast 4 Jahre (:'D) ungelesen in meinem Regal - bis ich vorgestern dachte: Ach komm. Jetzt lieste das endlich mal. Und was soll ich sagen? Ich LIEBE dieses Buch!
"Wein oder nicht Wein (...) Schwein oder nicht Schwein (...) rein oder nicht rein (...)"(S. 100 der Taschenbuchausgabe von "Plötzlich Shakespeare")
Ich war schon immer ein großer Fan von Shakespeares Werken. "Romeo und Julia" konnte ich zu meiner Schulzeit fast auswendig, vor allen Dingen, nachdem wir es in der Theater-AG selbst (ín modernisierter Version) aufgeführt haben. Dieser neue, völlig skurrile, aber geniale und wundervolle Blick auf diesen genialen Dichter und Dramaturg, den "Plötzlich Shakespeare" bietet, war nun ein ganz besonderes Leseerlebnis.
Von Beginn an waren mir die Charaktere in diesem Buch unglaublich sympathisch. Das mag sicher auch daran liegen, dass ich mich mit Rosa irgendwo sehr identifizieren konnte: Auch ich bin (mal) unzufireden mit mir selbst, zweifle an mir. Vielleicht hat mir die Geschichte deshalb auch so gut gefallen. Weil ich selbst auch etwas aus Rosas "Reise" gelernt habe.
Ich konnte herzhaft lachen, musste nachdenken und hatte - besonders am Ende - sogar vor Rührung Tränen in den Augen.
Acuh die Idee, Shakespeares Werke auf diese Art zu erklären finde ich total klasse. Mein Lieblingssonnett als Gemeinschaftsarbeit, Romeo und Julia als Aufarbeitung von Shakespeare's eigener tragischer Vergangenheit ... Und zu oft dachte ich: Wer weiß, ob da nicht auch ein Fünkchen Wahrheit drin steckt. ;) Stellenweise hat mich das Buch auch ein wenig an "Shakespeare in Love" erinnert (ein Film, den ich btw. auch sehr gerne gesehen habe), gibt es darin doch auch die ein oder andere skurrile Erklärung für die Eigenarten, die Shakespeare nachgesagt werden und ein paar witzige ideen darüber, die seine Werke tatsächlich entstanden.
Ja, ich mochte " Plötzlich Shakespeare". Sehr sogar. <3
Fazit:
Eine wunderbar herzerwärmende, wahnwitzige, völlig geniale Geschichte über die Liebe. Die Liebe zum Partner, zur Famile, zu Freunden, zur persönlichen Umwelt allgemein - aber vor allen Dingen über die Liebe zu sich selbst, die die wichtigste von allen ist.
"Doch unser Sommer, der wird nie verrinnen,Nie fliehn das Lächeln, das uns eigen ist,Nie kann der Tod Macht über uns gewinnen,Da unsre Seelenkraft bestechend ist,Länger, als wir atmen, unsere Augen sehn,Lebt unsre Seele und wird nie vergehn."(S. 315 der Taschenbuchausgabe von "Plötzlich Shakespeare")












