[Rezension] Linwood Barclay - Fenster zum Tod

Worum geht es?


Bei einem virtuellen Spaziergang am Computer durch Manhattan ist Thomas vor Schreck wie gelähmt: Im Fenster eines Hauses ist eine menschliche Gestalt zu erkennen, über deren Kopf eine Plastiktüte zusammengezogen wird. Thomas ist fest überzeugt, einen Mord beobachtet zu haben. Doch niemand schenkt ihm Glauben - denn er leidet an Schizophrenie. Und am nächsten Tas ist die Aufnahme verschwunden. Hat er sich alles nur eingebildet? (Quelle: Verlagsangaben, Klappentext)

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Meine Meinung:
"Fenster zum Tod" ist wieder eines dieser Bücher, die einfach schon eeeewig ungelesen in meinem Regal stehen/standen, weil ich sie mal gekauft oder geschenkt bekommen habe, sie mich dann aber doch irgendwie nie so seht reizen konnten, wie andere, die vor oder nach ihnen kamen. 
Die Idee hinter der Geschichte ist dabei eigentlich sehr spannend: Ein Mann mit diagnostizierten Schizophrenie, meiner Meinung nach auch reduzierter geistiger Aufnahmefähigkeit und einer ausgeprägten Affinität für (digitale) Landkarten, entdeckt auf seinem virtuellen Stadtrundgang an einem Fenster etwas, das aussieht, wie ein Kopf, über dem eine Tüte zusammengezogen wird. Hat er einen Mord gesehen? Das Problem: wer wird ihm glauben? Und vor allen Dingen: wie alt sind diese Aufnahmen? Denn es handelt sich nicht um Live-Bilder... 

Im Großen und Ganzen hat mir das Buch gut gefallen, die Geschichte war durchweg interessat, es gab einige unerwartete Wendepunkte und vor allem der Schreibstil war sehr angenehm, da sehr klar und realistisch.
Allerdings muss ich sagen, dass das Ganze für mich persönlich zu kurzweilig war. Die Geschichte war sehr interessant zu verfolgen und die verschiedenen Charaktere, die aufeinander treffen, sehr abwechslungsreich. Trotzdem fehlte mir das gewisse Extra. Vielleicht habe ich bei der Bezeichnung "Thriller" einfach zu hohe Erwartungen, aber für meinen Geschmack kam leider einfach nicht genug Spannung aus. Ich musste mich keineswegs "zwingen", das Buch zuende zu lesen, aber ich hatte auch nicht wirklich das Gefühl an die Seiten gefesselt zu sein...

Fazit:
Eine durchaus interessante Geschichte mit vielen verschiedenen, authentischen Charakteren, der leider die nötige Spannung fehlt, um wirklich richtig gut zu sein.

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