Worum geht es?
im Kentucky der späten 1930er Jahre ist es einer weißen Frau nicht nur verboten, sich in einen Farbigen zu verlieben, es ist auch höchst gefährlich. Entgegen aller Warnungen und Widerstände setzen sich Isabelle und Robert in ihrer verzweifelten Liebe über alle Konventionen hinweg. Mit diesem Schritt beginnt ein Drama, für das die beiden einen hohen Preis zahlen müssen ...
70 Jahre später begleitet dir farbige Friseurin Dorrie ihre Stammkundin Isabelle durch das halbe Land zu einer Beerdigung. Auf ihrer gemeinsamen Reise kommen sich die beiden Frauen näher. So nah, dass Isabelle nach all den Jahren des Schweigens ihr lang gehütetes Geheimnis lüftet und ihre verzweifelte Liebe von damals noch einmal aufleben lässt. Und am Ende ihrer gemeinsamen Reise in die Vergangeheit löst sich noch ein letztes, bittersüßes Rätsel ... (Quelle: Verlagsangaben, Umschlagtext)
Allzu viel möchte ich über dieses Buch gar nicht sagen, denn ich habe Sorge, dass ich zu viel vorweg nehmen und somit die Freude an dieser Geschichte nehmen könnte, sollte sich jemand, der das hier liest, entscheiden, es einmal zur Hand zu nehmen. Also versuche ich, mich auf meine wichtigsten Eindrücke zu beschränken ...
Gleich von Beginn an war ich wie gefangen von dem wunderbar klaren und doch einfachen Schreibstil. Es war, als wäre ich selbst Dorrie, die die liebevolle, wenn auch sehr eigensinnige Miss Isabelle auf ihrer Reise begleitet. Ich hatte das Gefühl, mitten drin zu stecken in der Geschichte und zeitweise war es fast so, als könnte ich Isabelles Stimme erzählen, wie sie von ihrem Leben erzählte.
Die Geschichte, die sie zu berichten hat, ist voll von Liebe, Hoffnung und Glück, aber auch von Trauer und Hass.
Besonders der Hintergrund der "Rassenkonlfikte", die zwischen "Schwarzen" und "Weißen" (besonders in Amerika) bestanden haben - und traurigerweise zum Teil auch noch immer bestehen - über den man natürlich heutzutage viel in der Schule und auch so lernt, hat mich nicht kalt gelassen. Vor allem, da es doch irgendwie unmöglich, sich vorzustellen, wie es gewesen sein muss, zu dieser Zeit mitten drin zu stecken - heutzutage, wo für mich persönlich (!) das Zusammenleben dieser beiden Kulturen selbstverständlich ist.
Isabelle ist ein wundervoller, warmherziger und zugleich herzzerreißender Charakter. Ihr ganzes Leben lang versucht sie, die Kluft zwischen Schwarz und Weiß zu umgehen und einen Weg zu finden, ein bisschen die Welt zu verbessern. Ihr Lebensgeschichte hat mich tief bewegt und zum Ende hin nicht nur einmal zu Tränen gerührt. Und auch Dorrie ist so wunderbar autentisch, dass ich sie von Beginn an mochte und sehr gut mit ihr mitfühlen konnte.
Beide Frauen machen über das Buch hinweg eine große Entwicklung - sowohl jede für sich persönlich, aber auch in ihrer irgendwie einzigartigen Beziehung untereinander.
Ich habe nicht viel länger als einen Tag gebraucht, um dieses Buch zu beenden und ich hätte mir gewünscht, dass es noch nicht zuende gewesen wäre. Und auch, wenn einige Entwicklungen vorherzusehen waren, so hat mich die Geschichte doch immer und immer wieder überrascht und mitgerissen, sodass ich das Buch am liebsten sofort noch einmal lesen würde - auch wenn ich nicht weiß, ob mein Herz das aushalten würde ...
Fazit:
Dieses Buch hat mir das Herz gebrochen - und mich gleichzeitig glücklich gemacht. Eine tief bewegende Geschichte, die mich sicherlich noch einige Zeit begleiten wird und die mir wieder einmal vor Augen geführt hat, wie wichtig es ist, auf sein Herz zu hören. Ich habe gelacht und geweint und am Ende musste ich erst einmal einen Moment mit dem Buch im Arm dasitzen und der Autorin für diesen wundervolle Geschichte danken.









